Stiftung Warentest bewertet Diätkonzepte, bewerteten Diätshakes und Abnehmshakes im Test — Was hilft beim Abnehmen helfen kann

Die renommierteste Verbraucherorganisation Deutschlands hat in mehreren umfassenden Tests untersucht, welche Schlankheitsmittel, Konzepte und Präparate tatsächlich wirksam helfen — und welche bloß mit leeren Versprechen locken.

Dr. Anna Weber

Dr. Anna Weber

Ernährungswissenschaftlerin & Redakteurin

Dr. Weber ist Ernährungswissenschaftlerin mit über 12 Jahren Erfahrung. Alle Inhalte sind wissenschaftlich fundiert und unabhängig geprüft.

Frisches Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte auf einem hellen Tisch, daneben ein Maßband und eine Küchenwaage
Gesunde Lebensmittel — die Basis jeder erfolgreichen Diät

Wir fassen die wichtigsten Ergebnisse zusammen: von Abnehm-Shakes über verschreibungspflichtige Medikamente bis hin zu bewährten Abnehmkonzepten. Erfahren Sie, welche Methode laut den Experten wirklich funktioniert und wie Sie dauerhaft Pfunde zu verlieren schaffen, ohne dem Gewichts-Rückschlag zu verfallen.

15 Diäten bewerteten die Tester — Welche Abnehmkonzepte überzeugen?

Stiftung Warentest hat 15 Diätkonzepte in einer großen Untersuchung unter die Lupe genommen. Stiftung Warentest hat 20 Schlank­heits­mitteln in einer separaten Studie zusätzlich geprüft. Die Programme reichten von Trendkonzepten wie der Paleo-Diät bis hin zu klassischen Ernährungskonzepten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die Fachleute prüften bei jedem Abnehmkonzept drei Kernfragen:

  • Ist die Wirkung durch Studien belegt?
  • Lässt sich das Programm langfristig in die tägliche Routine einbauen?
  • Entspricht sie den Empfehlungen der DGE?
Infografik: Balkendiagramm mit den drei Bewertungskriterien — wissenschaftliche Evidenz, Alltagstauglichkeit, DGE-Konformität
Die drei Bewertungskriterien der Stiftung Warentest

Von den 15 Diät-Konzepten schnitten acht Diäten positiv ab. Besonders positiv schnitten Konzepte ab, die auf eine vielseitige Ernährung setzen und die Menschen moti­vieren statt verbieten. Die DGE betont: Erfolgreiche Diätkonzepten sollten nicht radikal mit unnötigen Verboten arbeiten. Wer weniger Kalorien zu sich nehmen will, braucht keine extreme Einschränkung — sondern kluge Lebensmittel-Wahl mit viel Gemüse, Obst, Kohlenhydraten aus Vollkorn und proteinreichen Leguminosen.

Ergebnisse der bewerteten Diäten im Überblick

Die mediterrane Ernährung überzeugte mit viel Gemüse, Obst, Bohnen und Linsen sowie gesunden Fetten aus Olivenöl. Die Prüfer bestätigten: Dieses Konzept ist langfristig alltagstauglich und wissenschaftlich bewiesen. Das Intervallfasten (16:8 oder 5:2) schnitt ebenfalls gut ab — hier ist kein Zählen nötig, die Zeiten sind flexibel.

Die energiereduzierte Mischkost nach DGE-Empfehlung gilt als Goldstandard unter den Ernährungsprogrammen. Vegane Kost wurde als bedingt geeignet bewertet — Veganismus erfordert Aufmerksamkeit bei Vitamin B12 und Eisen.

Auch die Keto-Diät und das Konzept „Friss die Hälfte“ (FdH) wurden nur bedingt empfohlen. Das Paleo-Konzept wurde als wenig geeignet eingestuft. Die Einschränkungen sind zu hoch und die Wirksamkeit nicht ausreichend belegt. Konzepte, die phasen­weise ganze Lebensmittelgruppen streichen, führen selten zum dauerhaften Erfolg.

Collage von vier Tellern: mediterraner Salat, Zeitfenster-Symbolbild mit Uhr und Teller, vegane Bowl, Paleo-Gericht mit Fleisch und Gemüse
Vier Diätkonzepte im Vergleich

Abnehmshakes im Test: Getestete Shake-Produkte aus Pulvern — Gewichts­verlust durch Formula-Diäten

Formulakost ist aus deutschen Drogerien nicht mehr wegzudenken. Formuladiäten wie Almased, Yokebe und SlimFast versprechen schnelle Ergebnisse bei einfacher Anwendung. Doch halten die Diät-Shakes ihr Versprechen? Die Verbraucherschützer haben sie ausführlich geprüft.

Was die Tests zeigten

Bekannte Marken wie Almased und Slim-Fast wurden ebenso geprüft wie Eigenmarken von dm, Rossmann und Müller. Hier die wichtigsten Erkenntnisse der Verbraucherschützer:

Geschmack und Konsistenz: Die meisten Shakes schmecken süßlich bis künstlich. Die Shakes sind mit Süßstoffen gesüßt — natürlicher Zucker wird in der Regel vermieden. Die Konsistenz reicht von wässrig bis cremig. Geschmacklich überzeugten nur wenige Produkte.

Nährstoffprofil: Das bestbewertete Produkt lieferte alle wichtigen Nährstoffe gemäß der DGE-Empfehlung. Einige Produkte enthielten zu wenig Ballaststoffe und zu viel Zucker. Gute Abnehm-Shakes sollten mindestens 20 g Protein und 5 g Ballaststoffe pro Portion liefern.

Verschiedene Diätshake-Pulver in Dosen und Beuteln, daneben ein Messbecher und ein fertiger Shake im Glas
Diätshakes im Vergleich: Pulver, Messbecher und fertiger Shake

Preise pro Portion: Zwischen 1,20 Euro und 4,50 Euro pro Shake. Handelsmarken kosten oft nur die Hälfte — bei vergleichbarer Qualität.

Schadstoffe im Labor: In einigen Produkten wiesen die Prüfer Chlorat und Kadmium in geringen Mengen nach. Auch Enterobakterien wurden vereinzelt gefunden. Nur ein Shake trägt das EU-Bio-Siegel — bei allen anderen fehlte eine unabhängige Zertifizierung.

Vegan deklariert: Nicht alle Produkte, die als vegan beworben werden, sind tatsächlich frei von tierischen Bestandteilen. Achten Sie auf das V-Label. Der Hersteller bietet zudem auch vegane Varianten an.

Für wen eignen sich Pulver-Diäten?

Shake-Diäten können als Einstiegshilfe dienen — etwa für die ersten zwei bis vier Wochen. Die Fachleute empfehlen, sie phasenweise einzusetzen und parallel die Ernährung anzu­passen. Langfristig muss das Essen wieder aus echten Lebensmitteln bestehen. Fertigshakes ersetzen keine vollwertige Mahlzeit auf Dauer.

Viele Werbeaussagen der Shake-Hersteller sind übertrieben. Die tatsächliche Wirkung auf die Abnahme ist moderat — und nur in Kombination mit einer Umstellung der Essgewohnheiten nachhaltig. Wer allein auf Formula-Shakes setzt und danach sofort in alte Muster zurückfällt, riskiert eine schnelle Gewichts­zunahme.

Abnehmprodukte getestet: Von Tabletten bis zur Abnehmspritze

Neben den Diäten wurden insgesamt 20 Diätprodukten geprüft — darunter frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente. Das Fazit: Bei den meisten Produkten sind die Werbeversprechen deutlich größer als die tatsächliche Wirkung. Die Mehrzahl der untersuchten Mittel wurde als kaum empfehlenswert eingestuft.

Verschreibungspflichtige Arzneimittel im Überblick

Orlistat ist ein Fettblocker in Tablettenform und wurde als geeignet bewertet — die Wirkung ist durch Forschung bestätigt. Er blockiert die Fettaufnahme im Darm und kann die Abnahme unterstützen.

Liraglutid ist ein GLP-1-Agonist und wird als Injektionslösung verabreicht. Dieses Mittel ist verschreibungspflichtig und zeigte in klinischen Studien eine Abnahme von 5 bis 8 Prozent des Körpergewichts.

Semaglutid gehört ebenfalls zur Klasse der GLP-1-Agonisten und ist als Tablette oder Spritze verfügbar. Langzeitdaten aus dem Vereinigtes Königreich und den USA zeigen eine Abnahme von bis zu 15 Prozent. Semaglutid gilt als einer der wirksamsten Substanzen gegen Adipositas.

Tirzepatid ist der neueste duale Agonist am Markt und zeigt in Studien noch stärkere Ergebnisse als Semaglutid.

Verschiedene Tabletten, Kapseln und eine Injektionsspritze auf einem medizinischen Tablett
Verschreibungspflichtige Abnehmmittel: Tabletten, Kapseln und Injektionen

Allerdings sind bei diesen Mitteln Nebenwirkungen möglich: Übelkeit, Hitzewal­lungen und Herz­rasen wurden in klinischen Studien berichtet. Jedes Arzneimittel dieser Art darf nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Rezeptfreie Abnehmprodukte

Ob Abnehmpillen, Diätpillen, Abnehmtabletten oder Appetitzügler — im Test der Stiftung Warentest wurden viele dieser Mittel im Test nur mit Einschränkung geeignet bewertet. Sogenannte Fatburner-Kapseln und pflanzlich zusammengesetzte Medizinprodukte aus der Apotheke konnten die Prüfer ebenfalls nicht überzeugen. Ihre Einnahme führt laut Studien nur selten zu einer messbaren Gewichtsabnahme.

Für die Mehrheit der frei erhältlichen Nahrungsergänzungen ist die Wirkung nicht hinreichend nachgewiesen. Glucomannan — ein natürlicher Ballaststoff aus der Konjakwurzel — gehört zu den wenigen Wirkstoffen mit offizieller EFSA-Anerkennung. Ballast­stoffe wie Glucomannan können das Sättigungsgefühl steigern und so den Fettabbau unterstützen.

Gewichtsverlust ohne Jo-Jo-Effekt — Tipps für Überge­wichtigen und Betroffene

Der Gewichts-Rückschlag ist der größte Feind jeder Abnehmkur. Nach einer Phase des Abnehmens kommt es schnell zur Gewichtszunahme — häufig sogar über das Ausgangsgewicht hinaus. Ursache ist meist eine zu radikale Energiereduktion, die den Stoff­wechsel verlangsamt. Der Körper schaltet in den Sparmodus — und nach der Abnehmphase kommt das Gewicht schnell zurück.

Warum Übergewicht ernst genommen werden muss

Überge­wichtig zu sein (BMI beziehungsweise Body-Mass-Index über 25) ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Adipositas erhöht das Risiko für Krankheiten wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten. Diese Stoffwechselerkrankung zählt zu den häufigsten Folgeerkrankungen bei Übergewicht. Besonders bei einem Körpermasseindex über 30 ist eine ärztliche Begleitung ratsam. Die Gesundheit sollte immer Vorrang haben — nicht die Geschwindigkeit der Abnahme.

Symbolische Darstellung: Waage mit Obst auf der einen Seite und Fast Food auf der anderen
Gesunde Ernährung vs. Fast Food — die Wahl macht den Unterschied

5 Strategien gegen das erneute Zunehmen

Erstens: Moderates Defizit einhalten. Nicht mehr als 500 Kalorien unter dem Tagesbedarf — so bleibt der Grundumsatz aktiv und der Körper baut keine Muskelmasse ab.

Zweitens: Protein betonen. Ausreichend Eiweiß schützt die Muskulatur und hält satt — etwa aus Fisch, Geflügel oder Hülsenfrüchten.

Drittens: Ballaststoffe erhöhen. Gemüse, Hülsenfrucht-Produkte und Vollkorn sorgen für lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Auch Ballaststoffe wie Glucomannan unterstützen.

Viertens: Bewegung im Alltag integrieren. Bereits 30 Minuten zügiges Gehen oder Radfahren pro Tag steigern den Energieverbrauch deutlich.

Fünftens: Fortschritt messen. Körperfettwaagen helfen, den tatsächlichen Fettanteil zu verfolgen — nicht nur das Gewicht auf der Waage.

Wer dauerhaft abnehmen will, sollte nicht hungern, sondern die Ernährung nachhaltig umstellen. Die Experten bestätigen: Wer langsam abge­nommen hat — etwa 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche — kann das Gewicht zu halten deutlich einfacher schaffen. Auch Übergewichtigen raten die Experten: Lieber langsam und stetig als schnell und mit Rückfall.

Kalorie, Kilokalorie und Ihr Energiebedarf — So funktioniert die Rechnung

Was ist eigentlich eine Kalorie? Technisch gesehen ist 1 kcal die Energiemenge, die benötigt wird, um einen Liter Wasser um ein Grad Celsius zu erwärmen. Im Alltag sprechen wir vereinfacht von kcal.

Wie viel braucht der Körper?

Der durchschnittliche Tagesbedarf liegt bei 1.800 bis 2.200 kcal für Frauen und 2.200 bis 2.800 kcal für Männer. Ein Defizit von 500 Kilokalorien pro Tag führt zu einer Abnahme von circa 0,5 Kilogramm pro Woche. Vermeiden Sie Crash-Diäten unter 1.200 kcal — das verlangsamt den Stoffwechsel und fördert Muskelabbau.

Kalorien zählen — sinnvoll oder nicht?

Das Zählen kann in der Anfangsphase eines Programms hilfreich sein, um ein Gefühl für Portionsgrößen zu entwickeln. Apps und Ernährungstagebücher machen es einfach. Langfristig empfiehlt die DGE aber eine intuitive Herangehensweise — mit Lebensmitteln, die natürlich sättigen:

Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen haben hohes Volumen, wenig Energiegehalt und viel Protein. Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl und Paprika enthalten viel Wasser und Ballaststoffe. Obst wie Beeren und Äpfel liefern Vitamine bei niedrigem Brennwert. Gesunde Fette aus Olivenöl, Nüssen und Avocado sorgen für lange Sättigung. Kohlenhydrate aus Vollkorn liefern nachhaltige Energie.

Bunte Schüssel mit gesundem Essen: Hülsenfrüchte, Gemüse, Vollkornreis, Avocado
Bunte Vielfalt: So sieht eine ausgewogene Mahlzeit aus

Nachhaltig abzu­nehmen: Was die Wissenschaft empfiehlt

Für übergewichtige Menschen ist der Weg zum Wunschgewicht besonders herausfordernd. Doch auch mit einem höheren Ausgangsgewicht ist eine Gewichtsreduktion möglich — und medizinisch sinnvoll, um Folgeerkrankungen wie Zuckerkrankheit oder Krebs vorzubeugen.

Schritt 1: Gewichtsindex und Ausgangslage feststellen

Kennen Sie Ihren Gewichtsindex? Ein Wert über 25 gilt als übergewichtig, über 30 als adipös. Lassen Sie sich ärztlich beraten und schließen Sie Stoffwechselerkrankungen als Ursache für das Übergewicht aus.

Schritt 2: Ernährung anzupassen — nicht hungern

Wer bereit ist, die Ernährung anzupassen, statt sich zu kasteien, hat langfristig die besten Chancen, dauerhaft abzunehmen. Empfohlen wird eine vielseitige Mischkost mit viel Gemüse, Obst, Leguminosen und magerem Protein. Pflanzenbasierte Kost kann eine Option sein — achten Sie aber auf ausreichend B12 und Eisen. Auch die Mittelmeerküche eignet sich hervorragend als Dauerkonzept.

Schritt 3: Unterstützung in Betracht ziehen

Neben der Umstellung der Essgewohnheiten können Nahrungsergänzungsmittel als kurzfristige Starthilfe dienen. Bei erheblichem Übergewicht kann auch ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel oder eine Injektion in Frage kommen — immer in Absprache mit Ihrem Arzt.

Schritt 4: Gewicht halten — das unterschätzte Ziel

Die meisten Diäten scheitern nicht bei der Abnahme, sondern danach beim Halten des Gewichts. Warentest empfiehlt: Wer dauerhaft schlank bleiben und das Ergebnis bewahren will, braucht Geduld. Nach der Abnehmphase mindestens sechs Monate lang das neue Gewicht stabilisieren. Regelmäßige Kontrolle mit Körperfettwaagen und eine feste Essensstruktur helfen, das erneute Zunehmen zu vermeiden.

Person beim Einkaufen im Supermarkt, legt frisches Gemüse in den Einkaufswagen
Gesunde Einkaufsgewohnheiten: Der erste Schritt zur Ernährungsumstellung

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Häufig gestellte Fragen

Was ist laut Stiftung Warentest das beste Abnehmmittel?

Die Experten benennen keinen einzelnen Testsieger unter den Diätprodukten. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist der Fettblocker Orlistat am besten wissenschaftlich belegt. Bei frei verkäuflichen Produkten zeigt Glucomannan moderate, EFSA-anerkannte Effekte. Das beste Abnehmmittel ist laut Stiftung Warentest letztlich die Kombination aus gesunder Diät und Bewegung.

Kann man mit Pulverdrinks dauerhaft abnehmen?

Pulverdrinks eignen sich als kurzfristiger Einstieg für vier bis zwölf Wochen. Für dauerhaften Erfolg empfehlen die Experten, die Shakes schrittweise durch vollwertige Mahlzeiten zu ersetzen. Solche Shake-Diäten sind kein Ersatz für eine langfristige Umstellung der Essgewohnheiten — können aber den Einstieg erleichtern.

Welche Nebenwirkungen haben GLP-1-Agonisten?

Semaglutid und weitere GLP-1-Agonisten können Übelkeit, Erbrechen, Hitzewallungen und Durchfall verursachen. Herzrasen und Kopfschmerzen wurden ebenfalls berichtet. Solche Medikamente dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Wie vermeide ich den Gewichts-Rückschlag?

Langsam abnehmen mit maximal einem Kilogramm pro Woche, ausreichend Protein essen, Bewegung in den Alltag einbeziehen und die Gewichtsstabilisierung als langfristiges Ziel sehen — nicht nur die Abnahme selbst. Die Ergebnisse zeigen: Wer abgenommen hat und dann sofort in alte Muster zurückfällt, nimmt schnell wieder zu.

Sind Proteinshakes mit Süßstoffen schädlich?

Viele Pulverdrinks verwenden Süßstoffe wie Sucralose oder Stevia anstelle von Zucker. Laut aktueller Studienlage sind moderate Mengen unbedenklich. Dennoch empfiehlt die DGE, den Konsum von stark gesüßten Produkten insgesamt zu reduzieren.

Welche Abnehmtabletten empfiehlt Stiftung Warentest?

Stiftung Warentest hat verschiedene Abnehmtabletten unter die Lupe genommen. Im Abnehm-Tabletten-Test zeigten sich große Unterschiede: Verschreibungspflichtige Wirkstoffe wie Orlistat erzielten messbare Resultate, während viele frei verkäufliche Tabletten kaum über den Placebo-Effekt hinauskamen. Stiftung Warentest rät, vor dem Kauf von Abnehmtabletten auf klinisch geprüfte Wirkstoffe und transparente Inhaltsstofflisten zu achten.

Gibt es einen Testsieger unter den Abnehmprodukten?

Einen eindeutigen Testsieger beim Abnehmen gibt es laut Stiftung Warentest nicht. Im Test der Abnehmprodukte schnitten ganzheitliche Ernährungsprogramme besser ab als einzelne Präparate. Die besten Abnehmprodukte kombinieren wissenschaftlich fundierte Wirkstoffe mit einer Ernährungsumstellung. Stiftung Warentest betont: Abnehmprodukte im Test können unterstützen, ersetzen aber nie eine gesunde Lebensweise.

Wie schneiden Fatburner und Fettblocker im Test ab?

Im Fatburner-Test zeigt sich ein gemischtes Bild: Viele Produkte versprechen mehr als sie halten. Koffeinhaltige Fatburner-Kapseln können die Thermogenese leicht steigern, der Effekt ist jedoch begrenzt. Ein klarer Fettverbrenner-Testsieger existiert nicht. Fettblocker mit Chitosan oder Orlistat hemmen die Fettaufnahme im Darm — allerdings mit möglichen Verdauungsbeschwerden. Weder Fatburner noch Fettblocker ersetzen eine kalorienreduzierte Ernährung.

Was sagt Stiftung Warentest zu Stoffwechsel-Tabletten?

Stoffwechsel-Tabletten sollen den Metabolismus ankurbeln und so die Fettverbrennung beschleunigen. Im Stiftung-Warentest-Vergleich der Stoffwechsel-Tabletten fiel auf, dass nur wenige Wirkstoffe belastbare Belege vorweisen können. B-Vitamine und Jod tragen nachweislich zum normalen Energiestoffwechsel bei — diese Health Claims sind EU-zugelassen. Exotische „Stoffwechsel-Booster“ ohne Evidenz sollte man kritisch betrachten.

Sind Appetitzügler laut Stiftung Warentest wirksam?

Im Appetitzügler-Test der Stiftung Warentest wird zwischen verschreibungspflichtigen und frei verkäuflichen Produkten unterschieden. Rezeptpflichtige Appetitzügler können kurzfristig wirksam sein, haben aber teils erhebliche Nebenwirkungen. Bei frei verkäuflichen Mitteln ist Glucomannan der einzige Wirkstoff mit EFSA-bestätigter Sättigungswirkung. Pflanzliche Appetitzügler mit Grüntee oder Guarana zeigten im Test nur geringe Effekte.

Helfen Diätpillen und Slimming Gummies wirklich beim Abnehmen?

Diätpillen und Slimming Gummies sind zwei beliebte Darreichungsformen, die im Test der Stiftung Warentest unterschiedlich abschneiden. Diätpillen mit evidenzbasierten Wirkstoffen können den Gewichtsverlust unterstützen. Slimming Gummies hingegen enthalten oft niedrig dosierte Inhaltsstoffe in Fruchtgummi-Form — der Slimming-Gummies-Test zeigt, dass die Wirkung meist hinter den Werbeversprechen zurückbleibt. Achten Sie stets auf Dosierung und Wirkstoffnachweise.

Welches Pulver zum Abnehmen ist Testsieger?

Im Diätdrinks-Test wurden verschiedene Abnehm-Pulver und Formula-Diäten verglichen. Das beste Pulver zum Abnehmen laut Testsieger-Bewertungen vereint hohen Proteingehalt, alle essentiellen Nährstoffe, moderate Kalorienzahl und guten Geschmack. Stiftung Warentest empfiehlt Formula-Diäten nur als kurzfristigen Einstieg von vier bis zwölf Wochen und rät zur schrittweisen Rückkehr zu vollwertiger Ernährung.

Hat Stiftung Warentest Abnehmpflaster und Abnehmkapseln getestet?

Abnehmpflaster und Abnehmkapseln gehören zu den neueren Darreichungsformen auf dem Markt. Stiftung Warentest hat Abnehmpflaster bislang nicht in einem eigenen Testbericht bewertet — es fehlen groß angelegte klinische Studien zur transdermalen Wirkstoffaufnahme. Abnehmkapseln mit Glucomannan hingegen erhielten positive Bewertungen, da die Wirksamkeit durch die EFSA bestätigt ist. Beim Kauf von Abnehmkapseln rät Stiftung Warentest, auf die tatsächliche Wirkstoffdosierung zu achten. Auch unter den Nahrungsergänzungsmitteln zum Abnehmen gibt es bisher keinen offiziellen Testsieger.

Fazit: Was die Experten wirklich empfehlen

Es gibt keine Wunderpille zum Abnehmen. Wer dauerhaft Gewicht reduzieren und es langfristig halten möchte, kommt um eine Ernährungsumstellung nicht herum. Vielseitige Ernährungsprogramme — wie die Mittelmeerküche oder eine Mischkost nach DGE — sind laut den Experten am effektivsten.

Diäten, die motivieren statt verbieten, sind langfristig am erfolgreichsten. Shake-Diäten und Abnehm-Shakes eignen sich als kurzfristiger Einstieg — nicht als Dauerlösung. Verschreibungspflichtige Medikamente können bei starkem Übergewicht helfen. Die meisten frei verkäuflichen Abnehmprodukte sind kaum wirksam. Extreme Restriktionen führen zum erneuten Zunehmen (auch Jojo-Effekt genannt).

Nahrungsergänzungsmittel können unterstützend wirken, ersetzen aber nie eine gesunde Ernährung und aktive Lebensweise. Wer abnehmen möchte, rät die Stiftung Warentest, sollte auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung setzen — das ist der sicherste Weg zur dauerhaften Gewichtsreduktion.

Frau beim gesunden Kochen in einer hellen, modernen Küche mit frischem Gemüse und Kräutern
Gesund kochen: Der beste Weg zur dauerhaften Gewichtsreduktion